Datensicherheit

Mit moderner Technik gegen den Datenklau

Von Hanna Wagner · 2016

Ein neues IT-Sicherheitskonzept der EU soll für mehr Transparenz und Schutz vor Cyberangriffen sorgen – ein dringend nötiger Schritt. Denn mit Clouds, Handys oder Online-Banking durchdringt die Digitalisierung alle Bereiche des Lebens. Mit der passenden Authentifizierung, Verschlüsselung oder elektronischen Signaturen kann sich jeder auch selbst schützen.

Apps, Fitnessuhren und Smart-TVs offenbarten in den vergangenen Jahren immer wieder gravierende Datenlecks und Sicherheitslücken, die Hackern Angriffe erleichtern. Auch Unternehmen und Regierungsbehörden haben mit digitalen Sicherheitslücken zu kämpfen. Laut einer Studie von TNS Infratest stehen rund 62 Prozent der Deutschen dem Phänomen Big Data skeptisch gegenüber. Doch der Verlust von personenbezogenen Daten schadet nicht nur dem Image der Firmen. Die EU-Kommission droht Unternehmern nun auch mit hohen Bußgeldern. Das entsprechende IT-Sicherheitsgesetz des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik sieht zudem die Meldung jedes größeren Hackerangriffs und Datenlecks vor. Rund 2.000 Unternehmen sind seit dem vergangenen Jahr dazu verpflichtet ihre Netzwerke nach Mindeststandards aufzurüsten und Cyberangriffe künftig zu melden. Die Regelung betrifft vor allem Wirtschaftsriesen, Energieversorger, Krankenhäuser und Banken. Also all jene Arbeitsbereiche, bei denen sich ein Hackereingriff auf das Gemeinwesen auswirken könnte.

IT-Sicherheit im Rahmen von Industrie 4.0

Das Internet der Dinge spinnt die Idee der digitalen Vernetzung noch weiter: Schon jetzt können wir per IPad, Handy oder Laptop Heizung und Licht von unterwegs programmieren und steuern. In Zukunft sollen die Geräte noch intelligenter werden. Kühlschränke, die selbstständig den Einkauf planen und smarte Uhren, die Blutdruckwerte messen und im Notfall den Arzt kontaktieren. Das Internet der Dinge wird unseren Alltag vereinfachen und zahlreiche neue Möglichkeiten schaffen. Doch nicht nur zu Hause, auch in den Fabriken und Produktionsstätten hält die Digitalisierung Einzug. Gerade hier gilt es, sichere Produktionsnetzwerke zu etablieren, in denen jeder kommunizierende Teilnehmer erkannt und jeder fremde Eindringling entlarvt wird. Personenbezogene Zertifikate und kryptografische Verschlüsselung dienen als Nachweis der Identität und als Schutz vor Manipulation. Diese eindeutig zuordenbaren und sicheren Schlüssel erstellen und prüfen zu können, erfordert eine Public-Key-Infrastruktur (PKI), deren Organisation jedoch aufwendig und teuer ist. Mit Cloud-basierten PKI-as-a-Service-Angeboten stehen Unternehmen einfache Möglichkeiten zur Verschlüsselung ihrer Daten zur Verfügung. So können auch kleine oder mittlere Firmen und Organisationen von den Vorteilen moderner und hochsicherer Verschlüsselungs-, Signatur- und Authentifizierungslösungen profitieren.